Hochmotiviert erreichten wir am späteren Samstagnachmittag unseren Stellplatz beim Steigletscher auf dem Sustenpass. Um uns nach der Autofahrt noch etwas zu bewegen, packten wir Seil und Kletterfinken ein und erkundeten den Klettergarten oberhalb des Parkplatzes. Die Routen waren einfach, die Aussicht eindrücklich und die Abendstimmung perfekt. Auch der Aufstieg vom nächsten Tag war bereits in Sicht, was unsere Vorfreude noch etwas steigerte.








Vordre Tierberg 3090 m.ü.M.
Spätabends gesellten sich Viola und Roman mit Ihrem Büssli zu uns auf den Stellplatz, sodass wir zusammen um 4 Uhr in der früh den steilen Aufstieg zur Tierberglihütte in Angriff nehmen konnten. In der Ruhe, der wunderschönen Morgenstimmung, den Zickzackweg hoch, erwachten unsere Lebensgeister gemächlich. Zusammen mit der aufgehenden Sonne erreichten wir die Tierberglihütte, wo sich bereits diverse Seilschaften von der Hütte auf den Steigletscher begaben. Immerhin waren wir bereits vom Aufstieg aufgewärmt. Die Gruppen verteilten sich zum Glück rasch auf die unterschiedlichen Hchtouren und wir stiegen alleine in Richtung Vordre Tierberg auf. Und diesen erreichten wir bereits um 7 Uhr.










Den restlichen Morgen verbrachten wir mit Übungen zur Spaltenrettung und Erkundigungen des imposanten Gletscherabbruchs. Der immer weicher werdende Schnee zwang uns zu einem frühen Mittagessen in der Hütte und bevor die Beine sich ans Sitzen gewöhnen konnten, nahmen wir den Abstieg in Angriff. Wir machten uns die diversen Schneefelder zu nutzen, sodass wir bald schon etwas müde aber glücklich zurück auf dem Parkplatz ankamen.













Sustenspitz 2931 m.ü.M.
Den nächsten Morgen gingen Matthias und ich, wieder zu zweit, etwas gemächlicher an, frühstückten gemütlich im Büssli und machten uns dann vom Sustenpass Hospiz auf den Weg auf den Sustenspitz. Gerade hoch, an Blümchen und Steinböcken vorbei, immer mit Sicht auf den Steigletscher, die Vortagestour und den Sustenpass erklammen wir den Nordwest Grat.










Für den Abstieg wählten wir den etwas einfacheren Nordostgrat und fanden auch da wieder einige Schneefelder, die den Abstieg erleichterten.










