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Vom Grimselpass ins Jungfraujoch

Auf dem Grimsel angekommen, stoppte der Regen und wir konnten unsere Hochtourenwoche in der Jungfrauregion in Angriff nehmen. Mit warmen Kleidern, Ski und Skischuhen, etwas zu vielen Snacks (man weiss ja nie) und der Kamera bepackt liefen wir zuerst auf der leider nicht schneefreien Strasse zum Oberaarsee und weiter zum Gletscher. Endlich konnten die schweren Ski abgeladen und an die Füsse montiert werden. Der weitere Aufstieg zog sich in die Länge, ich habe gelitten. Die Fitness nicht so Top wie erhofft, die Höhenaklimatisierung von Nepal schon lange weg und die Pausen irgendwie verpasst. All die feine Schockolade wurden unangetastet hochgetragen. Die letzten 50 Höhenmeter in die Oberaarjochhütte, auf Geröll und Eisen, gaben uns (und leider auch Matthias Schulter) den Rest.

Danach brauchten wir den ersten Ruhetag. Diesen genossen wir bei herrlichem Wetter, mit unglaublicher Aussicht, einem Buch und einem Hüttenkaffee auf der Terrasse. Zum Test der Schulter und der Kondition entschieden wir uns am nächsten Tag für eine gemütliche Skitour auf den noch zugeschneiten Studergletscher ins Studerjoch. Phuu, das klappte und die Rega musste uns vorerst nicht abholen.

So fuhren wir am 4ten Tag über den Saharastaub auf dem Galmi- und Fieschergletscher zur Finsteraarhornhütte. Anstelle vom angesagten Regen schien die Sonne und so verbrachten wir den nächsten Nachmittan auf einer Sonnenterasse. Der am nächsten Tag geplanten Skitour auf die Wyssnollen machte meine Erkältung einen Strich durch die Rechnung.

Weiter gings in die Konkordiahütte, die 270 Höhenmeter in die Grünhornlücke klappten gut, Maximalpuls erreichten wir jedoch erst auf der Treppe in die Hütte hoch. Echt beeindruckend was da gebaut wurde. Nachdem wir in der Oberaarjochhütte die einzigen Gäste und in der Finsteraarhornhütte v.a. mit Bergsteiger zusammen waren, zeigte sich in der Konkordiahütte nun ein deutlich anderes Klientel. So machten wir uns am Morgen möglichst vor den grossen Gletschertrekking Gruppen an den Abstieg über die Leitern.

Wir entschieden uns, den Weg ins Jungfraujoch via Ewigschneefeld etwas zu verlängern. Leider zog bald Nebel, Saharastaub und Wind auf, was uns die Aussicht raubte, jedoch für tolle Stimmung sorgte. Oben angekommen flüchteten wir rasch von den vielen Touris nach Grindelwald und freuten uns auf die Dusche zuhause.